..und andere Freuden des Alltagsstill...
The current mood of Seelenkaelte at www.imood.com

  Startseite
    Alltagsleid
    Gedankenlos
    Kontroverses
  Über...
  Archiv
  "Schattenreich"
  Graphologisches Profil
  Lesenswertes
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


http://myblog.de/seelenkaelte

Gratis bloggen bei
myblog.de





Zweiter Akt - dritte Szene - Kloster

Der Wind wog die schweren Baumkronen unsanft, beinahe bis zum zerbersten und die Wolken zogen in einem Tempo über den Himmel, welches den normalen Zeitverlauf in Frage stellte. Konstantin hingegen erschien entrückt aus Raum und Zeit, seine Bewegungen waren ziellos, verzweifelt, langsam und sinnlos, doch gerade für ein Mitglied der Bruderschaft gehörte sich eine Schwäche wie Trägheit einfach nicht!

KONSTANTIN: Nein, in Gottes Namen, nein! Ich muss diese Gedanken loswerden, es gehört sich einfach nicht, schon gar nicht für einen Diener Gottes. Welch Schicksal wird mir nur um die Schultern gewuchtet und warum? Es hat ja Alles einen Sinn, das predigen wir, doch hat's das wahrhaftig? Oder … nein, ich mag es nicht mal denken, doch? Ich hätt' mich fernhalten sollen, so wie’s Bruder Julius mir empfahl. Doch was hätt’s genützt, die Sehnsucht hätt’ mich aufgefressen, oder könnt ich dem Gedanken widerstehen? Nein, wie's scheint nicht, sonst würd’ sich meine Seele kaum so winden.
- Julius tritt auf -
BRUDER JULIUS: Du warst dort, nicht wahr?
KONSTANTIN: Verzeih, ja, ich war’s. Doch was sollt ich schon tun? Ihren Anblick meiden? Sie ganz und gar aus meinem Schädel bannen? Ich würd’s nicht wollen, würd’s nicht können, fürcht ich.
BRUDER JULIUS: Aber wenn der Komtur es erfährt? Er wird solch unkeusches Nachstellen sicher nicht dulden! Und, abgesehen vom Edlen Herrn, was ist mit dem Allmächtigen? Er weiß, was du denkst und du beschämst dich, uns, den gesamten Orden vor den Augen Gottes, kam dir das in den Sinn?
KONSTANTIN: Das kam’s, Bruder, doch weiß ich selbst nicht weiter! Es brennt wie Feuer, wenn ich ihr Antlitz erblick und schlimmer noch, wenn’s außer Sicht gerät. Denk ich nur an sie, wird’s mir anders. Ihr wildes Haar, so brav gebändigt. Die zarten Lippen, voll Wonne – ach könnt ich nur. Doch weiß ich auch, dass ich’s nicht darf, dass ich’s nicht will – oder doch? Und denk ich erst an ihren Gemahl, diesen Bastard, kocht mein Blut.
BRUDER JULIUS: Ach wär’s doch Nächstenliebe, was dich so erhitzt, Konstantin.
[...]
18.9.08 23:46
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung